Kategorien und Bewertungssystem

Das Bewertungssystem unserer Redaktion ist eine subjektive Meinung des jeweiligen Autors. Die Bewertungen werden immer für die jeweilige Kameraklasse vergeben. Das heisst, dass die Bewertung für die Bildqualität mit einer Kompaktkamera nicht direkt mit der Bewertung der Bildqualität einer Spiegelreflexkamera verglichen werden kann. Um Ihnen die allgemeinen Unterschiede der verschiedenen Kameraklassen näherzubringen, haben wir für Sie verschiedene allgemeine Beschreibungen der typischen Benutzergruppen beschrieben.

Kompaktkameras

Sony RX100III
Im Bereich der Kompaktkameras findet man vor allem Nutzer die in den Bereich der digitalen Fotografie einsteigen. Die Bildqualität in dieser Kategorie ist geeignet für kleinere Ausdrucke und kleine Web-Größen. Großer Vorteil der Kompaktkameras ist, wie der Name schon vermuten lässt, die geringe Größe. Die meisten Kameras in diesem Segment, sind hosentaschentauglich. „Die beste Kamera ist die, die man dabei hat.“ Eine sehr treffende Redewendung und das stärkste Argument für eine Kompaktkamera.

In den letzten Jahren hat sich in diesem Segment eine weitere Untergruppe angesiedelt. Die „Edelkompakten“. Erkennbar an ihrem wesentlich höheren Preis, mischen die Edelkompakten seit einigen Jahren den Markt neu auf. Die meisten dieser Modelle bieten einen größeren Sensor und halten sich beim Megapixelwettrennen dezent zurück. Dies ist ein erster Garant für eine bessere Bildqualität. Zusätzlich überzeugen Edelkompakte auch viele erfahrenere und anspruchsvollere Benutzer aufgrund der vielen manuellen Einstellungen und meistens auch durch die vielen Kontrollelemente.

Outdoorkameras


Auf den ersten Blick sehen Outdoorkameras meist wie gewöhnliche Kameras aus. Auch bei den Punkten Bildqualität und Ausstattung sind keine nennenswerten Unterschiede festzustellen. Erst auf den zweiten Blick wird klar, warum diese Kameras in eigener Klasse unterwegs sind. Bei den Kameramodellen dieser Kategorie liegt der Fokus in ihren Einsatzgebieten. Die Outdoorkameras strotzen Regen und Wasser, sind geschützt gegen Stöße und extreme Temperaturen und  zeichnen sich im Allgemeinen durch eine sehr einfache Bedienung aus. Die typische Zielgruppe dieser Kategorie sind Benutzer, die auch bei härteren Umweltbedingungen auf ihre Kamera nicht verzichten wollen. Typischerweise werden diese Kameras bei Wanderungen und Bergsteigertouren mitgenommen, bei Schwimmausflügen, bei Schnorchel- und Tauchtouren sowie bei allen Aktivitäten die normale Kameras zu hohen Gefahren aussetzen.

Bridgekameras/Superzoom

Panasonic FZ150
Die Bridgekamera zeichnet sich im Allgemeinen durch ein spiegelreflexähnliches Gehäuse aus und bringt meistens einen sehr hohen optischen Zoomwert mit. Die Bridgekameras empfehlen wir Einsteigern und fortgeschrittenen Nutzern, denen ein griffiges Gehäuse mit vielen Bedienelementen und ein hoher Zoombereich wichtig sind. Bridgekameras werden auch oft von Nutzern eines Spiegelreflex-Systems genutzt, wenn diese nur eine Kamera mitnehmen möchten und Ihren Fuhrpark zu Hause lassen. Von der Bildqualität bewegen sich die Bridgekameras allerdings wegen Ihres meist kleinen  Sensors eher im oberen Kompaktkamerabereich, ausgenommen von wenigen Modellen mit größerem Sensor.

Digitale Systemkameras

Olympus OMD-E-M10
Die jüngste Kategorie auf dem Kameramarkt sorgt seit einiger Zeit verstärkt für Aufsehen. Die Systemkameras. Hierbei handelt es sich um spiegellose Kameras, die aber mit wechselbaren Objektiven und größeren Sensoren ausgestattet sind. Die Bildqualität liegt deutlich über dem Niveau der Kompaktkameraklasse und macht in den meisten Fällen den Spiegelreflexkameras Konkurrenz. Durch Ihren fehlenden Spiegel und den in den meisten Fällen abgespeckten Komponenten wie Sucher und Blitzgerät fällt die Gehäusegröße der Systemkamera meist deutlich geringer aus als bei den Spiegelreflexkameras. Typische Benutzergruppen sind in den meisten Fällen erfahrenere und /oder ambitionierte Hobby-Fotografen, die sich bewusst für ein System mit Wechselobjektiven entscheiden und den Größenvorteil gegenüber der Spiegelreflexklasse zu schätzen wissen.

Spiegelreflexkameras

Sony A57
Die Königsdisziplin auf dem Markt der digitalen Kameras. Beste Bildqualität paart sich hier mit der größten Geschwindigkeit. Die Sensoren der Spiegelreflexkameras bieten auch bei hohen Megapixelzahlen genug Platz um eine ausgezeichnete Bildqualität gewährleisten können. Spiegelreflexkameras nutzen vorwiegend den Phasen- Erkennungs-Autofokus, der wesentlich schneller und zuverlässiger funktioniert, als der Kontrast-Autofokus von beispielsweise Kompaktkameras. Der Abstand ist allerding in den letzten Jahren immer kleiner geworden und mittlerweile besteht der größte Vorteil des Phasensystems in der besseren Leistung bei dem sogenannten Verfolgungsautofokus, der für Sport- und Action -Aufnahmen sehr hilfreich ist.

Nutzer von Spiegelreflexkameras sind sich bewusst, dass Sie maximale Leistung benötigen und verschiedene Objektive nutzen wollen. Das höhere Gewicht und die größere Bauform ist gewollt oder wird akzeptiert. Durch den Vorstoß der aktuell sehr beliebten Systemkameras sind viele Spiegelreflexkameras im Einsteigerbereich derzeit sehr günstig zu haben.

Wir empfehlen allen Nutzern, die sich langfristig und in allen Bereichen mit der Fotografie beschäftigen möchten die Anschaffung einer Spiegelreflexkamera.

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