Testbericht Nikon AW 110, AW-110, AW110, Coolpix

Nikon AW 110 schrägvorne

Vorderansicht

1. Design, Ausstattung und Handhabung

Die heiß erwartete Nikon Coolpix AW110 ist in unserem Praxistest auf Herz und Nieren getestet worden. Ob die vielversprechenden Eckdaten überzeugen konnten, lesen Sie auf der folgenden Seite.

Die AW 110 fühlt sich wertig an, und muss trotz ihrer hervorragenden Outdoorfähigkeiten nicht auf externe Bedienelemente verzichten. Von vorn betrachtet, erkennt man neben dem innen liegenden Objektiv alle Eckdaten der Kamera aufgrund der aufgedruckten Kennzeichnung. Die AW 110 rühmt sich mit einer Tauchtiefe von bis zu 18 Metern und bietet dabei einen 16 Megapixel hoch auflösenden 1/2.3 CMOS Sensor mit 5fach optischem Zoom. Zusätzlich kann sich der naturliebende Nutzer auf ein integriertes GPS Modul und eine WI-FI Schnittstelle verlassen.

Nikon AW 110 oben

von oben

Aus der Vogelperspektive sieht man neben den seitlich angebrachten metallenen Gurtösen nur zwei Bedienelemente. Den Ein-/Aus-Schalter, der, obwohl leicht versenkt, gut zu erreichen ist und den Auslöseknopf, der angenehm groß ausfällt und durch die geriffelte Oberfläche einen sehr guten Halt und Druckpunkt erzeugt. Auf der rechten Seite der Kamera befindet sich unter einem wasserdichten Verschluss, der mittels eines Drehrades betätigt wird, der Einschub für den Akku und die Speicherkarte. Auf der linken Seite befinden sich die Knöpfe für die digitale Weltkarte und der Bewegungssteuerung, auf die wir später noch eingehen. Das Stativgewinde auf der Unterseite der Kamera liegt leider nicht ganz mittig, sorgte aber in unserem Praxistest auch mit dem kleinen Gorillapad-Stativ für einen sicheren Halt.

Nikon AW 110 hinten

Hinteransicht

Die Rückseite der Kamera teilt sich in zwei Bereiche. Den größten Teil der Rückseite nimmt der mit 920.000 Pixeln hochauflösende aber fixierte 3″ Monitor ein. Der Monitor erfreut mit hoher Helligkeit, so dass der Nutzer auch in schwierigen Lichtsituationen den Monitor problemlos nutzen kann. Auf der rechten Seite findet man die Bedienelemente der AW 110. Ein im oberen Bereich angebrachter Wippschalter wird genutzt, um den 5fachen optischen Zoom zu nutzen. Im Test konnte dieser auch bei extremer Witterung und auch unter Wasser problemlos bedient werden. Direkt unter der Zoomwippe befindet sich eine geriffelte Fläche zur Ablage des Daumens. In der Praxis konnten wir die Kamera leicht und sicher mit der rechten Hand halten und durch die Ablage des Daumens wurde der sichere Halt noch verstärkt. Rechts daneben findet man eine Funktionsleuchte für das Blitzgerät und darunter den Aufnahmeknopf für Videoclips. Zwei leicht gewölbte und trotz ihrer geringen Größe gut zu erreichende Knöpfe lassen den Nutzer zwischen Aufnahme und Ansichtsmodi wechseln. Das darunter liegende 4-Wege-Kreuz bietet Einstellungsmöglichkeit für das Blitzgerät, den Selbstauslöser, die Belichtungskorrektur und den Makromodus. Je nach Aufnahmemodi können die Möglichkeiten der einzelnen Knöpfe variieren. Als letzte Elemente finden wir am unteren Rand einen Knopf, um in das gut strukturierte und leicht verständliche Menü zu gelangen sowie einen Knopf, um aufgenommene Bilder wieder zu löschen.
AW110_Knöpfehinten

Insgesamt ist die AW 110 eine Kompaktkamera für nahezu jede Tasche geeignet. Der Aufbau der externen Kontrollen ist sinnvoll und leicht zugänglich.

2. Bildqualität

Die AW 110 verfügt über einen 16 Megapixel Sensor, mit der für Kompaktkameras typischen Größe von 1/2.3″. Trotz des kleinen Sensors produziert die Nikon AW 110 ordentliche Ergebnisse. Wer auf die Bildqualität einer System- oder Spiegelreflexkamera hofft, muss sich woanders umsehen, doch für den Bereich der Kompaktkameras mit Outdooreigenschaften liegt die Bildqualität deutlich über dem Durchschnitt. Bereits im Automatikmodus belichtet die Kamera sicher und produziert Fotos mit ansprechenden und realistischen Farben bei angenehmer Scharfzeichnung. In gutem Licht präsentiert die AW 110 in den unteren und mittleren ISO-Bereichen gute Resultate und störendes Rauschverhalten tritt erst bei höheren ISO-Werten und/oder sehr schlechten Lichtbedingungen auf.

Mit dem 5fach optischen Zoom kann die Nikon AW 110 einen sehr nützlichen Brennweitenbereich von 28-140mm abdecken. Um auch in der Teleposition wackelfreie Bilder zu produzieren, ist ein effektiver optischer Bildstabilisator verbaut worden, der seine Dienste einwandfrei erfüllt. Die Lichtstärke des Objektivs bietet mit F3.9-F4.8 erwartungsgemäß keine Wunder. Durch die Bauform der Kamera und deren vorrangigem Einsatzgebiet ist dies aber zu entschuldigen.

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, ob die Nikon AW 110 im Bereich Bildqualität Ihren Vorstellungen entspricht, haben wir ein paar Beispielbilder in Originalgröße und eine ISO Reihe vorbereitet:

WeiterleitungBeispielbilder Nikon AW 110

Batterieabdeckung AW110

Batterieabdeckung

Die AW 110 verfügt zwar über keine Blenden- und Zeitsteuerung, ist aber durch die Vielzahl an Szenenmodi für die meisten Situationen gut ausgerüstet. Die ISO-Automatik kann glücklicherweise angepasst werden und auch im Bereich der Blitzsteuerung sind viele Einstellungen möglich. Über den Makromodus ist eine Naheinstellgrenze von bis zu einem Zentimeter möglich. Mehr zu den besonderen Eigenschaften der AW 110 lesen Sie im letzten Kapitel unseres Praxistests.

Videoclips kann die Nikon mit einer Auflösung von 1080 Pixeln bei einer Bildrate von bis zu 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Die Videos sind von guter Qualität und werden dank der hohen Bildrate flüssig und ruckelfrei aufgenommen. Der optische Zoom kann während der Aufnahme genutzt werden. In unserem Praxistest erwies sich die Wippe zum Betätigen des Zooms nach anfänglichen Zweifeln als sehr gut und einfach nutzbar. Der kontinuierliche Autofokus reagiert schnell und fokussiert weich und zuverlässig. Die AW 110 besitzt die Möglichkeit Videos im Zeitraffer aufzunehmen, in dem die Clips mit Bildraten von 15-120 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet werden.

Zusammenfassend ein gut ausgestattetes Paket mit solider Bildqualität.

3. Performance

Die AW 110 ist generell schnell unterwegs. Die Fokuszeiten liegen deutlich über dem Durchschnitt und auch bei der Bildfolge sind keine störenden Verzögerungen spürbar. Die Nikon AW 110 verfügt über mehrere Serienbildmodi, die von 8 Bildern pro Sekunde bis hin zu 37 Bildern pro Sekunde reichen.

linke Seite

linke Seite

In unserem Test hat sich die AW 110 als sehr guter Performer gezeigt, der unter allen Umständen akkurat und schnell fokussieren konnte. Nach dem Betätigen des Ein/Aus-Schalters vergeht ca. eine Sekunde bis die Kamera für die erste Aufnahme bereit ist. Eine Situation, in der wir besonders lange auf die Kamera warten mussten, gab es nicht. Insgesamt eine sehr beeindruckende Leistung für eine Kamera dieser Klasse.

4. Sonstige Merkmale

Die AW 110 ist eine sogenannte Outdoorkamera und besitzt als solche Ausstattungsmerkmale, die eine Nutzung auch unter schwersten Bedingungen möglich machen. Mit einer Wasserdichte von bis zu 18 Metern spielt die Nikon ganz weit vorne mit. Auch die Stoßfestigkeit von bis zu 2 Metern und eine Kälteresistenz von bis zu -10 °C können sich sehen lassen.

Eine Vielzahl an weiteren Highlights machen die Nikon AW 110 zum absoluten „Ausstattungsmonster“. Neben dem integrierten GPS Modul mit elektronischem Kompass und einer elektronischen Weltkarte bietet die Kamera eine WLAN-Fähigkeit, um Fotos direkt auf Smartphones oder Tablets hochladen zu können. Zusätzlich können externe Geräte nach Anbindung auch als Fernsteuerung genutzt werden. Auch auf ein Altimeter müssen Freunde des Outdoorsports nicht verzichten. Dieses zeichnet die Höhe eines Bildes auf bzw. die Wassertiefe, wenn Sie unter Wasser unterwegs sind.

Neben den zahlreichen Szenen- und Motivprogrammen bietet die Nikon auch einen Schwenk-Panoramamodus, bei dem die Kamera einfach nach drücken des Auslösers geschwenkt wird und das Panorama dann automatisch zusammengesetzt wird. In unserem Praxistest konnten wir damit ordentliche Ergebnisse produzieren.

Beeindruckend ist auch die Funktion „Action Control“. Bei dieser Funktion kann die Kamera durch Bewegungen gesteuert werden. Dies ist besonders dann nützlich, wenn die Kamera unter Wasser eingesetzt, oder mit Handschuhen gesteuert wird.

5. Fazit

Die Nikon AW 110 setzt sich an die Spitze der Outdoorkameras. Obwohl es bei der Bildqualität, wie zu erwarten, keine Meilensteine zu feiern gibt, produziert die AW 110 gute Ergebnisse und liegt insgesamt leicht über dem Durchschnitt der üblichen Outdoorkameras. Im Bereich Geschwindigkeit bleibt die Nikon über alle Zweifel erhaben und begeistert uns im Test mit hervorragenden Autofokuszeiten und sehr schnellen Bildfolgezeiten.

Gute Bildqualität, schnelle Performance und alles was man sich aktuell an Ausstattung einer Outdoorkamera wünschen kann, bringt der Nikon AW 110 den ersten Platz unserer Bestenliste.

Fazit_Tabelle AW110

 

 
 

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