Testbericht Samsung NX1, NX1, Samsung NX1

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1. Design und Ausstattung

Schon auf dem ersten Blick fällt auf: Die Samsung NX1 meint es ernst. Ein wetterfestes Gehäuse mit bester Verarbeitung, ein ausgeprägter Handgriff und jede Menge sinnvolle Kontrollmöglichkeiten zeigen sofort, dass sich die Konkurrenten auf dem Markt der spiegellosen Systemkameras Gedanken machen sollten.

Die Rückseite der NX1 wird dominiert durch das 3″ große Klappdisplay, welches mit 1.036.000 Pixeln auflöst und zudem berührungsempfindlich ist. Ein solches Touchdisplay ist gerade beim Wählen des Fokuspunktes sowohl im Foto als auch im Videobereich eine große Bereicherung. Über dem Display sitzt der integrierte OLED Sucher. Und auch an dieser Stelle wurde nicht gespart. Der Sucher löst mit 2.036.000 Pixeln sehr hoch auf und zeigt dadurch ein helles, klares und intensives Bild. Die Bildabdeckung beträgt 100% und auch mit schnellen Bewegungen wird der hervorragende Sucher leicht fertig. Der Rest der Rückseite wird mit einer Vielzahl an Kontrollelementen ergänzt. Zu erwähnen sind hierbei der typische 4-Wege-Knopf, dessen Einstellungen individualisiert werden können, zwei vollwertige Wählräder und ein Fn-Knopf, für einen Zugang zum Schnellwahlmenü.
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Größte Auffälligkeit aus der Vogelperspektive ist das Schulterdisplay, welches heutzutage selten und wenn dann nur bei gehobenen Spiegelreflexkameras zu finden ist. Oberhalb des ausgeprägten Handgriffes ist noch Platz für ein weiteres Wählrad, den Auslöseknopf und zwei Knöpfe, über die der Videomodus gestartet wird und die Belichtungskorrektur angewählt werden kann.

Direkt neben dem sehr willkommenen Schulterdisplay, welches durch eine kleine Taste auf der Rückseite auch beleuchtet werden kann, befindet sich der Schalter zur Moduswahl. Dieser bietet neben den gewohnten Manuell- und Automatikmodi auch zwei Custom Slots.

Auf dem integrierten Blitz befindet sich ein Blitzschuh zur Aufnahme von externen Blitzgeräten. Auf der linken Seite der Kamera finden wir eine Mischung aus Dreh-Knopf und 4-Wege-Schalter. Oben auf dem Bedienelement sind 4 Funktionstasten untergebracht und die untere Hälfte lässt durch Drehung die Einstellungen für Einzel- oder Serienbilder vornehmen.

Insgesamt hat die NX1 im Bereich Design und Ausstattung alles richtig gemacht. Sie trumpft durch hervorragende und individualisierbare Bedienmöglichkeiten genauso auf, wie durch die umfassende Ausstattung. Sei es der hervorragende Sucher, das tolle Display oder das praktische Schulterdisplay, die Samsung NX1 lässt in diesem Bereich wenig Spielraum zum Meckern.
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2. Bildqualität

Die NX1 ist mit einem 28 Megapixel APS-S Sensor ausgestattet und liefert erwartungsgemäße Ergebnisse. Unabhängig der ISO Zahl überzeugt die Kamera durch bestechende Bildqualität, die es sogar mit den großen Kollegen aus dem Spiegelreflexmarkt aufnehmen kann. Vor allem der sehr hohe Dynamikumfang der NX1 hat uns in der Praxis begeistert. Durch die 28 Megapixel kann auf sehr gute Detailzeichnung zurückgegriffen werden und der einzige Wermutstropfen ist eine relativ aggressive Rauschunterdrückung im JPEG Modus.

Die 28 Megapixel des APS-C Sensors lösen mit maximal 6480×4320 Pixeln auf und die ISO Werte lassen sich bis auf 51200 hochschrauben. Für alle Freunde der Nachbearbeitung ist der oben angesprochene Dynamikumfang sehr interessant. Durch die 14 Bit RAW-Aufnahmen bietet die NX1 für ihre Klasse enormes Bearbeitungspotential und überflügelt sogar manche Kollegen aus dem Spiegelreflexbereich.

Auch im Videobereich lässt sich die NX1 nicht lumpen. Die Videoclips in Ultra HD sind von erstklassiger Qualität und werden im zukunftsweisenden H.265 Codec aufgezeichnet, der weniger Speicherplatz benötigt. Auch der bei Digitalkameras berüchtigte „Rolling Shutter Effekt ist bei der NX1 gut kontrolliert und fällt kaum negativ auf. Die sehr gute Qualität spielt hervorragend mit dem verbauten Touchdisplay zusammen und lässt Fokusspiele einfach von der Hand gehen.
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3. Performance

Die Samsung NX1 besitzt ein ausgereiftes Hybrid-Autofokussystem mit 209 Fokuspunkten. Dabei werden mit dem NX AF System III erstaunliche 90% des Bildfeldes abgedeckt. Die Konkurrenten, die mittlerweile auch auf Hybridsysteme setzen, decken meistens um die 50% ab. Durch die Verschmelzung von Phasen- und Kontrasterkennungsystemen kann die NX1 bei sich bewegenden Objekten hervorragende Ergebnisse liefern und sticht damit die meisten Konkurrenten ihrer Klasse aus.

Der Autofokus leistet auch in schwierigen Lichtverhältnissen und bei Videoaufnahmen sehr gute Arbeit. Egal in welcher Situation die Kamera fokussiert, die Fokuszeiten bleiben weit unter einer Sekunde und sind meistens zwischen 0,2 und 0,3 Sekunden angesiedelt. Von der Inbetriebnahme bis zum ersten Bild vergeht ca. eine Sekunde; auch das ist ein guter, wenn auch nicht klassenbester Wert. Die Bildfolgezeiten sind, selbst bei aktivierten RAW Aufnahmen bei ca. 0,3 Sekunden und somit nicht spürbar.Serienbilder kann die Samsung Kamera mit bis zu 15,5 Bildern pro Sekunde aufnehmen und sämtliche menü- oder systembetriebene Aufgaben werden ohne spürbare Verzögerungen erledigt.
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4. Sonstiges

Die NX1 verfügt über integriertes WLAN mit NFC und Bluetooth Unterstützung. Sobald die Ersteinrichtung überstanden ist, funktioniert die Anbindung flott und problemlos.

Weiterhin bietet die NX1 viele übliche Annehmlichkeiten wie beispielsweise „Focus peaking“ und einen eingebauten Mechanismus zum Entfernen von Staub. Auch die gewohnten Software Tricks, wie der HDR- oder Panorama-Modus sowie eine Vielzahl an digitalen Filtern sind mit an Bord.

Die Akkukapazität beläuft sich laut CIPA Standard auf 500 Aufnahmen. Dieser Wert wird allerdings stark durch die Nutzung des Displays und der Funkoptionen beeinflusst. Wie immer empfiehlt es sich bei langen Touren in einen Ersatzakku zu investieren.

5. Fazit

Die Samsung NX1 ist die neue Referenz im Bereich der Systemkameras. Der hervorragende Sensor liefert erstaunliche Ergebnisse, die sich schon eher am Spiegelreflexmarkt messen lassen. Gleiches gilt für das klassenbeste Autofokussystem. Hier hat Samsung die Latte wirklich weit nach oben gelegt. Auch sonst ist die NX1, durch ihre umfassende Ausstattung und das sehr gute Handling schwer zu ignorieren. Für uns ganz klar im Moment die beste Systemkamera, die allerdings auch ihren Preis hat.

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